Freitag, 28. Februar 2014

Bühnenkostüm oder Faschings-Verkleidung?

Hallihallo,
ja es dreht sich bei mir immer noch um die Faschingszeit.
(Aber die Sonne scheint, Frühlingsgefühle...da werde ich wohl spätestens nächste Woche nach Aschermittwoch in die Sommerkollektion starten...).
Aber zurück zum Thema:
Ich denke es gibt mindestens zwei Arten von Kostümen, die jenigen welchen, die in Filmen oder Theaterstücken gebraucht werden und eben Faschingskostüme für die (private) Karnevalszeit.

Während bei Filmen meist mehrere verschiedene Kostüme und die Handlung des Films/Theaterstücks zum "Erkennen" der Figur beitragen, sollte ein Faschingskostüm schon aufschlussreiche Merkmale aufweisen, um nicht ständig erklärt werden zu müssen  bzw. für den sofortigen "Aha-Effekt".
Ich muss gestehen, dass ich oft von Filmfiguren fasziniert bin, die Figur gern so originalgetreu wie möglich darstellen möchte, schwierig wird es aber u. u. mit der sofortigen "Erkennbarkeit"- ein Kompromiss ist meist notig.

Ein gutes Beispiel  ist das Kostüm einer Meerjungfrau.
Viele kleine Mädchen schwärmen davon, so auch meine ältere Tochter.
Obwohl ich schon lange auf diese Wunsch-Kostüm-Äußerung gewartet hatte, überlegte ich lange, bevor ich mich, entgegen aller bereits vorhandenen Umsetzungs-Beispiele , für einen "echten Fischschwanz" entschied.
Denn ich wollte kein "Meerjungfrauenkleid" nähen, weder als Minirock mit "Fischschwanzschleppe", noch als blau-grünes Kleid mit angedeuteter Schwanzflosse, noch als Maxirock mit "bewegungsnotwendiger" Rockweite...
Nein, ich wollte meine Tochter mit einem echten Fischschwanz überraschen und die positive Resonanz gab mir recht.
Natürlich kann man den Fischschwanz mittells seitlichem Reißverschluß teilen, um dann am bunten Faschingstreiben aktiv teilnehmen zu können, aber der "Vorführeffekt" hat es in sich - und meine Tochter ist sogar ungemein geschickt, sich selbst MIT Schwanzflosse(hüpfend oder watschelnd) fortzubewegen.


Das "Perlencollier" anstatt eines (Bikini-)Oberteils ist (m)eine Homage an diverse Filmemacher, die Meerjungfrauen weitestgehend "originalgetreu - oben ohne" darstellen.
Einen "Muschel-Bikini" hatte sich meine Tochter gewünscht...nichtsahnend was es sonst so für gestalterische Möglichkeiten gibt... - aber der Perlenschmuck hat gegenüber dem "Klischee-Muschelbikini" gesiegt - Punkt für mich!!)


 P.S. Mein "Hauptmodel" ist mal wieder(oder immer noch?) im Streik, vielen Dank also an meine zuverlässige (Aus)Helferin!


Also noch eine schöne Faschingszeit !
Sonnige Grüße
Karin

Freitag, 21. Februar 2014

Nachwuchs-Designer?


Hallo,
heute steht mal nicht meine Leistung, sondern die meines Sohnes im Mittelpunkt.
Bereits im letzten Jahr hat mein Sohn(7) begonnen, sich seine Faschingskostüme selbst zu basteln.
Und so komme ich seitdem voller Stolz nicht umhin, ihn dabei tatkräftig zu unterstützen.

Ausgefallene Ideen hat er selbst, meist beginnt er damit "Bauteile" aus Pappe anzufertigen.
Ich bin natürlich für die Materialzufuhr verantwortlich(Pappe, Lackmaler, Musterklammern, Modelliermasse, Draht...)
Letztlich ergänze ich dann das Ganze noch mit stofflichen Teilen(da ich z.B. kein Goldpapier für die Schulterklappen fand, entschied ich mich kurzerhand für "Gold-Stoff" und nähte auch noch eine "Kapuze"zur Freude meines Sohnes)...
eh voila -
ein LEGO-CHIMA-KROKODIL`-Kostüm








Donnerstag, 20. Februar 2014

Ganz oder garnicht?...

Ich würde sagen: Das vielgelobte goldene Mittelmaß!

In ca. einer Woche ist bei uns die erste Kinderfaschingsveranstaltung, Grund für mich, mich nochmal mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Ich bin der Meinung, für ein gutes Kinder-Faschingskostüm braucht es nicht viel, ich lege mehr Wert auf markante Details. Soll heißen, ich nähe nur selten ein komplett körperverhüllendes Kostüm, stattdessen aber sehr detailgetreue "Hingucker".
Dafür gibt es zwei Gründe:
Erstens kostet es große Mengen an Material ein Ganz-Körperkostüm zu nähen, nicht zu vergessen der Arbeitaufwand( den ich lieber in die prägnanten Details investiere). Und zweitens verwendet man für Kostüme ja meist sogenannte "Faschingsstoffe" - verhältnismäßig günstig, aber mit weniger guten Trageeigenschaften und oft auch nicht so überzeugend "authentisch", weil sie oft zu dünn oder eben aus dem "falschen Material" sind.
...deshalb nähe ich lieber Kostüme aus "echten" Stoffen(BW-Stoffe, BW-Jersey oder -Teddyfell etc.)und ergänze das Ganze mit bequemen und widerstandsfähigen Sachen aus dem Kleiderschrank.

Letztendlich finde ich Tierkostüme, beispielsweise, viel abwechslungreicher und fröhlicher mit farblich abgestimmtem Pulli und/oderStrumpfhose und buntem Röckchen oder bunter Hose, Tutu, Pumphose, Badeanzug, verschiedenen Kniestrümpfen, Hütchen,(Haar)Schleife oder was einem noch so dazu einfällt.
Natürlich kommt es auch schonmal vor, dass ich einen einfarbigen Pulli oder eine Strumpfhose extra noch besorge, von diesen Sachen hat man aber nach dem Fasching auch noch etwas(im Gegegensatz zu Overals aus Faschingsseide oder dickem Polyester-Plüsch).
Eigentlich wollte ich zu diesem  Post das "Froschi-Kostüm" (Lieblings-Kuscheltier meiner Jüngsten)mit ebenfalls 20Jahre alter Froschmütze und einem eigens neu genähtem Faschingsröckchen zeigen - meine Tochter aber hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht - die Froschmütze gefällt ihr nicht, da sie dunkelgrün statt hellgrün ist, und so hat sie sich kurzerhand umentschieden..."Pech für Mama"...
...so muss jetzt erstmal noch ein "altes Foto herhalten"...