Montag, 27. Oktober 2014

Buntes für den Herbst oder Latzhosen mal anders

Hallo,
wie bereits angekündigt, habe ich meinen Mädchen  "Latzhosen" für den Herbst genäht.
Viel entwickeln brauchte ich hierfür eigentlich nicht, da ja schon der Sommerschnitt(der Sommer war bei uns leider viel zu kurz, so dass wir die süßen Sommerhosen nur 1-2mal tragen konnten)auf Anhieb gelungen war, galt es nun, die Hosenbeine etwas zu verlängern.



Auch wenn es tausende schöne bunt-gemusterte Stoffe zu kaufen gibt, ab und zu brauche ich auch wieder etwas Einfarbiges, so auch hier!
In Herbst und Winter trägt man ohnehin mehr Klamotten, die aufeinander abgestimmt sein wollen - da kommt eine (fast) einfarbige Hose doch gerade recht.
Lange Rede - kurzer Sinn:
Nachdem die erste Hose schon einige Wochen fertig zum anprobieren und fotografieren herumlag(ja der goldene Oktober - da wollte man noch etwas Sommerfeeling genießen), war es nun gestern endlich so weit.



Ich konnte meine Töchter zum Fotoshooting überreden(war ja klar, erst musste ich tagelang betteln, dass mir wenigstens eine Modell steht, nun wollten unbedingt gleich beide...).
Egal, die Fotos gaben mir gestern den Kick, eine zweite Hose zu nähen.
Diese ist heute schon im Kindergarten unterwegs, wird aber auch noch fotografiert.


Ich glaube, die Bilder sprechen für sich, allzu viele "Kinkerlitzchen" mag ich nicht, eine bescheidene Applikation und kontrastfarbige Bündchen sind der Hingucker.
Außerdem habe ich die Hose aus Feincord gleich noch mit einfachem Blümchen-Baumwollstoff (der in meinem Keller ohnehin schon länger auf seine Bestimmung gewartet hatte)gefüttert.
Auch hier wieder praktisch, die Träger aus Bündchenstoff, für schnelles An-und Ausziehen.







Tja, manchmal kann es schnell gehen (so wie gestern Abend mit der zweiten Hose)- manchmal liegen der Stoff, die Idee oder der Zuschnitt ewig herum...
Kennt ihr das auch?

In diesem Sinne
Liebe Grüße Karin
P.S. Wenn die Sonne schon nicht scheint, dann doch wenigstens die Hose.

Freitag, 10. Oktober 2014

Immer was Neues...oder Materialmix

Hallo zusammen,
wie ihr sicher schon bemerkt hat, dreht es sich in meinem Blog (fast) immer um neue Ideen.
Ich kann da nicht aus meiner Haut, wenn mir nicht zufällig ein neuer Gedanke kommt, so begebe ich mich denkwütig auf die Suche danach:

"Ein neues Kleid - aber doch nicht irgendeins."

Nicht selten probiere ich dabei völlig neue  Schnitte oder Materialkombinationen aus. Ein gelernter Schneider würde hier wohl sagen:  " Moment mal - Gleiches zu Gleichem, Leinen zu Leinen, Baumwolle zu Baumwolle usw."(natürlich hat das auch seinen Grund, es geht meist ums "Einlauf-Verhalten" unterschiedl. Materialien)...

- gut das ich aber ein ausgeprägt - experimentierfreudiger Tüftler bin. "Geht nicht - gibts nicht" - zumindest nicht, bevor ich es nicht ausdauernd getestet habe.

Und so komme ich auch immer wieder zu meinem Leitspruch "Verrücktes tragbar machen".

warum nicht? - Leinenmütze mit Strickbund und Filznoppen...


Ich nähe leidenschaftlich gern Kostüme - unendliche Möglichkeiten - eine wichtige Überlegung hierbei(vor allem bei Kinder-Faschingskostümen) ist auch immer wieder die Tragbarkeit...
- eine Stufe weiter ist, diese Idee in Alltagskleidung zu integrieren...
- ebenfalls tragbar - "tragbar in Potenz", denn ich will, dass es innovativ aussieht, aber nicht "durchgeknallt"...und man sich darin gut bewegen kann, eine Gradwanderung also...

Knöpfe - sowohl funktional, als auch als Gestaltungsmittel...


Der Materialmix beeinhaltet dann auch so seine Tücken, zum einen der "Schwund" beim Einlaufen(wer auf NR. sicher gehen will, wäscht vor ...) - zum anderen aber auch die Trageeigenschaften, die u.U. genau gegenteilig ausfallen können z.B. weich fließend  und fest...

...allerdings kann genau das, dass Spannende an dem neuen Kleidungsstück sein...oder?

in diesem Sinne...
liebe Grüße Karin

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Gummigarn-Kräuselungen...Fluch oder Segen?

Hallo,
das Thema Gummigarnkräuselungen(mit Gummiband als Unterfaden in der Nähmaschine) ist wohl ein Thema, an dem sich die Geister scheiden -.

entweder man liebt es oder man hasst es!

Ich muss gestehen, dass ich erst seit Kurzem(also etwa vor 2-3Jahren - das IST kurz, wenn man seit über zwanzig Jahren näht!!!) auf den Trend kam, und zwar durch eine Freundin.
Nichtsahnend hatte ich zuvor früher(gaaanz früher) für alles Tunnelzüge genäht und Gummis eingezogen - viel Arbeit und bei einem gesmokten Oberteil -z.B.- auch sehr dick und warm zu tragen.

Nun gut, ich wollte es probieren, wenn ich auch skeptisch war, wieviel Muße und Geduld man wohl investieren müsste, um Gummigarnkräuselungen mit der Nähmaschine zu nähen...
Und war völlig überrascht, dass es auf Anhieb(auf einem Probestoff - und Probestoffe sind bei mir eine Seltenheit!) klappte -

boahh-genial-super!

Seit ich meinen eigenen Blog habe, bin ich ja auch immer häufiger auf anderen Blogs unterwegs(sorry, aber zuvor hatte ich noch nicht einmal ein Ahnung von deren Existenz)...
also ich lese hier und da, dass die einen Gummigarnkräuselungen(mit der Nähmaschine) lieben - so wie ich- und die anderen hassen es - weil es nicht funktionieren will.

Da es bei mir so gut geklappt hat, will ich hier mal einige ausschlaggebende Aspekte erläutern(sofern ich Kenntniss darüber habe - Ergänzungen sind gern willkommen):

Also zuerst einmal ist die Nähmaschine entscheidend:

man benötigt (fast immer)EINE mit einer HERAUSNEHMBAREN SPULENKAPSEL für den Unterfaden...!!!

Bei einigen -zumeist neueren Modellen- ist diese leider nicht mehr vorhanden- die Spule wird direkt in die Maschine eingelegt - so wie bei meiner neuen "Brother innovis 10"...
...glücklicherweise hatte ICH das Gummigarnkräuseln schon zuvor, auf meiner alten "Janome 405" ausprobiert ...

Nun gut, nach einem Gespräch mit (m)einem Fachhändler erfuhr ich, das meine neue "Brother innovis 10" zum Gummigarnkräuseln einen separat zu kaufenden und umständich auszuwechselden zusätzlichen "Unterbau" benötige...
Pech für alle, die eine solch gebaute Maschine besitzen...und Gummigarnkräuselungen auf diese Weise nähen wollen!

Zum Glück ist meine alte Nähmaschine auch noch funktionstüchtig und so habe ich nun eine Nähmaschine einzig zum Zwecke des Gummigarnkräuselns...

So viel zu den technischen Voraussetzungen.

Sofern diese Voraussetzungen gegeben sind, muss man nun ein Gummigarn -MIMIMAL GEDEHNT- auf die Unterfaden-Spule von Hand aufwickeln, in die Spulenkapsel einlegen,
und die Fadenspannung prüfen...
diese gegebenfalls  mittels Drehen der Schraube mit einem Schraubenzieher lockern - die Schraube dabei schrittweise nur um jeweils 1/4  Drehung drehen, bis die gewünschte Spannung erreicht ist ...

Die Unterfadenspannung entscheidet, wie STARK das Gummi beim Nähen GEDEHNT wird(d.h. feste Spannung = stark gedehnter Gummi = starkes Smok-Ergebnis, lockere Spannung = wenig gedehnter Gummi = schwaches Smok-Ergebnis )!!!

So, dann kann es jetzt losgehen...
Je nach Stichlänge und Stoffstärke kräuselt sich nun beim Nähen der Stoff zusammen, ein Zusammendrücken des "Gummi-Bündchens" im Anschluss -beispielsweise- verstärkt die Kräuselung, Dämpfen(mit dem Bügeleisen) oder Waschen sind ebenfalls Möglichkeiten die ursprüngliche Länge des Gummis weitestgehend wieder herzustellen.

...Garnenden gut vernähen - nicht vergessen!
Bei maximal 2-3 "Runden" Gummigarn ziehe ich die Fäden auch einfach nur auf links und verknote jeweils Gleiche(Gummi mit Gummi, Nähgarn mit Nähgarn) gut miteinander.


Welche Stoffbreite man zu welcher Smok-oder Kräuselbreite zusammenkräuseln kann, ist natürlich von Material(Stoff  und Gummi) Nähmaschine und Fadenspannung abhängig. Trotz vorgegebener Schnittmuster, können die Weiten da schon mal variieren.
Eine Faustregel bei dünnen BW-Webstoff wäre aber, in etwa die 1+1/2 fache bis doppelte Breite Stoff, ausgehend von der gewünschten End-Breite, zu kalkulieren
.
Also, wer  möchte, findet bei Ina von Pattydoo einen einfachen Sommer-Kleider Schnitt mit Gummigarnkräuselung.

Und wenn es ohne Probleme klappt, sind Gummigarnkräuselungen, meiner Meinung nach, ein Muss für niedliche  Puppenkleidung - so kann man nämlich auf Einiges an Verschlüssen verzichten.



Zuletzt noch ein Hoffnungsschimmer, für all diejenigen, die die "falsche" Nähmaschine besitzen.

Es gibt auch alternative Vorgehensweisen, wie z.B. von Pattydoo nachträglich hinzugefügt(das erkennt man an ihrem neuen Geometric-Fever-Stoff - grins!) oder bei "Lillesol und Pelle".
Ich bevorzuge alternativ das Aufnähen von breitem Gummiband, von links versteht sich, mit kleinen geraden Stichen oder Zickzack...


..erst zwei bis drei Stiche nähen, Nadel im Stoff lassen, dann vorichtig das Gummiband dehnen und beim Weiternähen gut festhalten, Gummi möglichst erst zum Schluß abschneiden/Länge vorher kennzeichnen...


Also, lasst es Euch gut gehen!
Liebe Grüße
Karin